Heute geht es weiter in den „Garten Zentralasiens“ – das fruchtbare Fergana-Tal, das weit nach Kirgistan hineinreicht. Wir „dürfen“ uns in Pkw über den Pass fahren lassen – angeblich, weil mal ein Bus dort verunglückt ist. Unsere Busse müssen leer hinterherfahren. Die Straße allerdings ist so was von harmlos. Dagegen ist jeder Alpenpass eine Herausforderung. Es geht also eher um eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

Eigener Fahrer: Unser Bus muss leer über den Pass ins Fergana-Tal fahren.
Unsere Fahrer stehen um halb zehn vor dem Hotel. Wir bekommen sogar ein Auto für uns beide, denn es sind insgesamt zehn da. Später erfahren wir, dass sie schon von Fergana hergefahren sind. Da wundern wir uns nicht mehr, dass unser Fahrer dauernd gähnt, denn nach unserer Schätzung muss er schon vor vier Uhr gestartet sein. Mit unseren Bussen und den Fahrern würden wir uns deutlich sicherer fühlen. Die Strecke beträgt zwar nur 324 Kilometer, aber unterwegs gibt es Polizei- und Militärkontrollen. Es gab Unruhen unter den Minderheiten in diesem Gebiet, auf das zudem das benachbarte Tadschikistan immer wieder Anspruch erhebt. Und auch Afghanistan ist nicht weit. Da wundern wir uns über die Militärposten und großen Kasernen nicht.

Von der Pass-Höhe aus sind schon die bis zu 7500 Meter hohen Berge des Pamir zu sehen.
Die Landschaft steht in krassem Gegensatz zu den Steppen und Wüsten im Nordwesten Usbekistans, und die Häuser und Dörfer sehen ganz anders aus. Hier grünt und blüht es überall. Gehwege vor den Häusern und Innenhöfe sind zum Schutz vor der Sonne mit Wein überrankt. Auf 300 Kilometern erstreckt sich das fruchtbare Tal, das vom Wasser des Flusses Syrdaya lebt.

Wege und Höfe im Fergana-Tal sind mit Wein überrankt.
Auch der Garten des Hotels „Asia“, das wir am späten Nachmittag erreichen, ist ein blühendes Paradies mit einem verlockenden Swimmingpool. Gut, dass wir hier zweimal übernachten. Nur das Internet ist sehr lahm, so dass wir mit unserem Blog in Rückstand geraten.